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Karibisches Sommerwetter und Wassertemperaturen um 22°C im Juli 2014 auf Rügen verleitet zu leichtsinnigen Badeunfällen

Rügen, 23.07.2014

 Supersommerwetter mit Gefahren

Das seit Wochen anhaltende schöne Sommerwetter auf der Insel Rügen verführt mitunter zum Leichtsinn und hat am vergangenem Wochenende, vom 19.07. – 20.07.2014, zu drei tödlichen Badeunfällen geführt, die auch die Lebensretter der DLRG nicht verhindern konnten.

An den Rettungstürmen der bewachten Badestrände warnen Flaggen vor Gefahren.

Eine rot-gelbe Flagge zeigt an, dass der Turm besetzt ist.

Wird zusätzlich eine gelbe Flagge gehisst, wird damit auf Gefahr aufmerksam gemacht.

Bei der roten Flagge wird signalisiert: Lebensgefahr! Verlassen Sie das Wasser! Sie wird bei Gewitter, hohen Wellen und starker Strömung gezogen.

Früher wurde ein sogenannter Sturmball gezogen. Halbe Höhe hieß – Gefahr, war der Korbball ganz oben hieß es – Badeverbot!

Werden diese Hinweise beachtet kann relativ risikofrei gebadet werden.

Leider interessieren sich auch heute leider nicht alle Badegäste für diese Baderegeln und Hinweise und können oder wollen sie mitunter nicht deuten. Selbstüberschätzung und Leichtsinn führt immer wieder zu Badeunfällen, die nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben der Badegäste, die helfen wollen, und das Leben der Rettungsschwimmer gefährdet.

Die gesunde Vorsicht  und den  Menschenverstand sollte man an und in der See nicht verlieren.

Man befindet sich als Badegast inmitten der Natur, die auch an sonnigen Sommertagen mitunter rau sein kann, zum Beispiel bei Windverwirbelungen oder lang anhaltenden, auch leichten, Wind aus einer Windrichtung - evtl. Nordostwind wie zur Zeit - und damit schon weit auf der See einsetzender relativ hoher Dünung.

Auch bei einsetzenden, nicht mehr als leicht zu bezeichnenden Wind, können Gefahren entstehen.

Beides verursacht starken Wellengang und starke  Strömung, auch als Unterströmung und Sog bezeichnet.

Die Strömung entsteht durch die brechenden Wellen und dass daraufhin in die See zurückfließende Wasser.

Besonders stark ist die Strömung an Buhnen und Seebrücken. Die Strömung kann so stark sein, dass man den Boden unter den Füßen verliert, und man einige Meter auf die See gezogen wird. Wenn man dann in der Brandung nicht wieder Boden unter den Füßen findet, kann es gefährlich werden.

Auch sollte man die Windrichtung beim Baden und schwimmen beachten. Anlandiger Wind ist in der Regel beim Baden nicht so gefährlich wie ablandiger.

Bei ablandigen Wind ist man schnell hinausgeschwommen und muss beim Rückweg in Richtung Ufer gegen den Wind ankämpfen. Luftmatratzen, Wasserbälle und Schlauchboote werden bei ablandigen Wind vom Ufer abgetrieben.

Am sichersten ist das Baden bei so genannter bleierner See, wenn die Wellen nur an das Ufer plätschern. Leichter Wellengang ist auch kein Problem.

Wichtige Baderegeln:

Vorsicht bei noch unbekannten Gewässern!

Gehen Sie nie durch Sport und Spiel erhitzt ins Wasser!

Kühlen Sie sich im Wasser langsam ab!

Gehen Sie nie mit vollem oder völlig leeren Magen ins Wasser!

Meiden Sie beeinträchtigende Medikamente und starken Alkoholgenuss!

Schwimmen Sie lange Strecken nie allein!

Überschätzen Sie sich nicht!

Achten Sie auf sich verändernde Witterung!

Verlassen Sie bei aufziehendem Gewitter sofort das Wasser!

Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers! Bei Übelkeit und wenn Sie zu frieren beginnen – hinaus aus dem Wasser!

Achten Sie ständig auf Ihre Kinder!

Achten Sie auf Anweisungen der DLRG (Deutschen Lebensrettungsgesellschaft), Bojen und Badebegrenzungen!

Dann können Sie den Badespaß und Ihre Urlaubstage auch frei von Unglücken genießen.