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Zirkow

Zirkow - St.-Johannes-Kirche  (evangl.) * Das heutige Kirchengebäude stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In der Gewölbekappe ist die Jahreszahl 1417 und der Name Bartholomäus Blome, eventuell der Handwerksmeister, eingeritzt.

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche in Zirkow wurde im Jahr 1313 erstmals urkundlich erwähnt.

Die heutige Kirche wurde 1906 instand gesetzt. Die letzten größeren Restaurationsarbeiten erfolgten im Jahr 2007, bei denen der Kirchturm gesichert und Schalltüren am Turm erneuert wurden. Außen wurde die Kirche neu verfugt.

Die mit Ziegeln gedeckte Kirche steht auf einem Feldsteinsockel und ist aus Backstein gemauert. Sie hat ein dreijochiges Langhaus, einen zweijochigen Chor und eine mit Holzschindeln gedeckte, achteckige Turmspitze.

transSt.-Johannes Kirche Zirkowtrans

Die Kirche verfügt über einen Kanzelaltar aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und links und rechts des Altars (in einer evangelischen Kirche selten) stehende Beichtstühle, die aus der Schwedischen Besatzungszeit stammen. Der aus Messing gearbeitete Kronleuchter wurde im Jahr 1630 gefertigt. Zum neugotischen Taufstein aus dem Jahr 1912 kann ein schwebender Taufengel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts herabgelassen werden. Im Jahr 1949 wurden die spätgotischen Gewölbemalereien freigelegt.

Die Orgel mit neun Registern wurde von Friedrich Albert Mehmel oder dessen Sohn Paul Mehmel  um 1859 oder 1888 geschaffen, mit einem neugotisch geformten Prospekt. Erhalten sind die Gehäusefragmente eines Vorgängerinstrumentes aus dem 18. Jahrhundert, die wahrscheinlich als Flügeltüren einer gotischen Orgel dienten.

Zwei Glocken befinden sich im Turm, jedoch nur noch die ältere, bronzene Glocke aus dem Jahr 1469 wird durch eine im Jahr 2007 eingebaute neue Läuteanlage geläutet. Die zweite im Turm befindliche stählerne Glocke, die nicht mehr geläutet werden darf, wurde im Jahr 1919 gefertigt.

Die St.-Johannes-Kirche gehört seit 2012 zur Probstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

An der Kirche befindet sich ein alter Kirchfriedhof mit etwa 60 verwitterten Gräbern und ein Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

(alle Angaben ohne Gewähr - die Daten und Informationen stammen nach Recherchen aus zahlreichen verschiedenen Quellen, u.a. Wikipedia)