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Rügen - Kirchen

Reizvolle Kirchen, faszinierende Denkmäler und Zeugnisse der Backsteingotik findet man in vielen Gemeinden Rügens.

Auf der Insel Rügen gibt es 49 Kirchen. Die ältesten, die Pfarrkirche in Altenkirchen und die St-Marien-Kirche in Bergen entstanden im 12. Jahrhundert.
Die St.-Laurentius-Kirche in Zudar, die St.-Pauli-Kirche in Bobbin und die St.-Johanniskirche in Schaprode waren Wallfahrtsorte. In Pommern hielt schon recht früh, nämlich ab dem Jahre 1534, die Reformation in Form der evangelisch-lutherischen Konfession Einzug. Die katholisch kirchlichen Ländereien wurde von den pommerschen Herzögen eingezogen.

Dreiundvierzig Kirchen der Insel Rügen sind heute evangelisch, drei katholisch und drei neuapostolisch.

* = besonders Sehenswert

Im Andenken an den Autor dieser Seiten, meinen am 30. März 2012 verstorbenen Bruder,  Heiko Amling.


Altefähr

transRügen - Dorfkirche St.-Nikolai in Altefährtrans

Altefähr - Dorfkirche St.-Nikolai (evangl.) *

1325 erstmals Erwähnung einer Kapelle in Altefähr. Von diesem Bauwerk sind jedoch keine Überreste mehr vorhanden. Die ältesten Teile der heutigen Kirche (Kirchenschiff, Chor und Turm) mit ihren kostbaren Wandmalereien wurden in der zweiten Hälfte des 15 Jahrh. errichtet.


Altenkirchen

transRügen - Pfarrkirche in Altenkirchentrans

Altenkirchen - Pfarrkirche (evangl.) *

Bau der Kirche Ende des 12. Jahrh.. In ihr wurde ein Stein ( Svantevitstein - Darstellung eines Svantevitpriesters ?) aus der heute so genannten Jaromarsburg (damalige Haupttempelburg und Hauptheiligtum der Ranen am Kap Arkona) direkt über dem Fundamentsockel auf der Seite liegend verbaut. 1215 Weihe der im romanischen Stil errichteten Basilika.


Baabe

transRügen - Dorfkirche in Baabetrans

Baabe - Dorfkirche (evangl.)

Nachdem sich ab 1920 Baabe zu einem Baadeort etwickelte, wurden vom Pfarrer aus Middelhagen, zu dessen Dienstbereich Baabe gehörte, in den Sommermonaten Freiluftgottesdienste mit den Gästen abgehalten.


Bergen

transRügen - St.-Marien-Kirche in Bergentrans

Bergen auf Rügen - St.-Marien-Kirche (evangl.) *

1180 begann unter dem ranisch / rügischen Fürsten Jaromar dem I. ( *1141 - † 1218) der Bau der Marienkirche als Grundsteinlegung einer Pfalz. Diese Pläne wurden aber bald aufgegeben und die Kirche als Klosterkirche 1193 für das jetzt in Bergen errichtete Tochterkloster des Marienklosters Roskilde für die Nonnen der Benediktiner geweiht. Im 12. und 13. Jahrh. orientierten sich dann Teile des Benediktinerordens neu und gründeten aus der Tradition der Benediktiner heraus den Zisterzienserorden. Auch die Nonnen der Klöster in Bergen und in Roskilde lebten ab Mitte des 13. Jahrh. nach Zisterzienserregeln, welches ihnen 1250 durch den damaligen Papst Innozenz den IV. (*1195 - † 1254) neben ihren Besitzungen, das Kloster besaß zahlreiche von Jaromar dem I. ( *1141 - † 1218) geschenkte Orte und Ländereien auf Rügen, bestätigt wurde. 1380 wurde die Klosterkirche zugleich Pfarrkirche.


Binz

transRügen - Dorfkirche in Binztrans

Binz - Dorfkirche (evangl.)

Nachdem sich um die vorletzte Jahrhundertwende (19. zum 20. Jahrh.) der Ort Binz immer mehr zu einem "angesagten" Badeort entwickelte, wurde 1911 der Grundstein für eine neue Kirche im neugotischen Stil gelegt, um den zahlreichen Gästen und auch der ständig wachsenden Zahl der Binzer, die "Mühsal" zu ersparen, zu den Gottesdiensten in das ca. 10 km entfernte Zirkow zu "müssen". Nach zweijähriger Bauzeit wurde 1913 die Kirchweihe gefeiert.


Bobbin

transRügen - St.-Pauli-Kirche in Bobbintrans

Bobbin - St.-Pauli-Kirche (evangl.) *

Das Schiff mit Chor und der Sakristei der heutigen Kirche wurde um ca. 1400 wahrscheinlich an der Stelle eine Vorgängerkirche erbaut. Der Turm folgte ca. 100 Jahre später. Es ist die einzige Feldsteinkirche der Insel Rügen. Der Name der Kirche – St. Pauli, nach Apostel Paulus (Paulus von Tarsus – Missionar des Urchristentums) lässt zudem vermuten, dass auf dem Hügel, auf dem sich der Kirchenbau befindet, früher mal ein heidnisches Heiligtum war.


Garz (evangl.)

transRügen - St.Petri-Kirche in Garztrans

Garz - St.-Petri- Kirche (evangl.) *

Erbaut um die Mitte des 14. Jahrh., verschont von drei großen, verheerenden Stadtbränden ist die St. Petri Kirche das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. 1350 wurde mit dem Bau der gotische Backsteinkirche auf dem uralten Begräbnisberg von Garz, vermutlich auf den Fundamenten (Findlinge) einer Vorgängerkirche, begonnen. 1396 wurde die Kirche erstmals im „Garzer Stadtbuch“ urkundlich, als „deme godeshuze tu sunte Petare tu Gartze“ erwähnt.


Garz (kathl.)

transRügen - Herz-Jesu-Kirche in Garztrans

Garz - Herz-Jesu-Kirche (kathl.)

1911 wurde vom damaligen Bergener Pfarrer Maximilian Kaller der Antrag für den Bau einer kathl. Kirche in Garz gestellt, der auch schnell genehmigt wurde. So dass 1912 der Neubau, hauptsächlich aus Spenden polnischer Landarbeiter finanziert wurde, die damals zu tausenden saisonal auf Rügen arbeiteten, erfolgen konnte. Im Sommer 1913 weihte / benedizierte ein Legat des Fürstbischofs von Breslau die einschiffige neugotische Kirche.


Gingst

transRügen - St. Jacobi Kirche in Gingsttrans

Gingst – St. Jacobi Kirche (evangl.)

Die St. Jacobi Kirche in Gingst ist die zweitgrößte auf der Insel Rügen. Anfang des 14. Jahrh. wurde mit dem Bau der Kirche im gotischen Stil begonnen. Es entstand zunächst der Chor, 100 Jahre später das dreischiffige Kirchenschiff und ca. 1450 folgte der Kirchturm und am südlichen Seitenschiff eine Kapelle.


Göhren

transRügen - Kirche in Göhrentrans

Göhren – Dorfkirche (evangl.)

Die einschiffige Dorfkirche mit ihrem wuchtigen Doppelturm wurde von 1929 – 1930 unmittelbar neben einem ca. 2000 Jahre alten Hügelgrab (Speckbusch) aus der Bronzezeit erbaut. Sie ist damit eine der jüngsten Kirchen der Insel Rügen.


Groß Zicker

transRügen - Dorfkirche in Groß Zickertrans

Groß Zicker - Dorfkirche (evangl.)

Die einschiffige Dorfkirche Groß Zicker mit ihrem fünfseitigen Kreuzrippengewölbe und ihrem hölzernen Kirchturm wurde um das Jahr 1350 im gotischem Stil erbaut und ist heute das älteste erhaltene Gebäude auf Mönchgut. Den Bau veranlassten auf der südöstlichen Halbinsel Rügens lebende und arbeitende Zisterziensermönche, die dem nahe Greifswald gelegen Kloster Eldena (Hilda) angehörten. Das Kloster Eldena hatte Mitte des 13. Jahrh. eine großzügige Schenkung in Form von Ländereien (u.a. das Land Reddevitz) durch den rügenschen Fürsten Jaromar dem II. ( *1218 - † 1260) erhalten und diese ca. 100 Jahre später durch einen Landkauf von einem einheimischen Junker abgerundet. So gehörte dem Zisterzienserkloster Eldena (Hilda) nun faktisch die gesamte südöstliche Halbinsel Rügens, das nunmehr so genannte „Mönchgut“.


Gustow

transRügen - Dorfkirche in Gustowtrans

Gustow - Dorfkirche (evangl.) *

Die Dorfkirche ist um 1250 als Pfarrkirche im gotischen Stil erbaut worden. Sie bestand ca. 200 Jahre nur aus dem Chor, bis dann im 15. Jahrh. das Hauptschiff mit seinem Gewölbe hinzugefügt wurde.


Kloster/Hiddensee

transHiddensee - Inselkirche in Klostertrans

Insel Hiddensee / Kloster - Inselkirche (evangl.) *

Die Kirche wurde als Pfarrkirche für die Fischer und Bauern der Insel Hiddensee1332 geweiht. Sie wurde zwar unmittelbar vor dem damaligen Zisterzienserkloster, welcher dem Ort Kloster, was unschwer zu erkennen ist, seinem Namen verdankt, gebaut. Sie war aber nicht Bestandteil des Klosters. Die Kirche ist heute das älteste noch erhaltene Gebäude der Insel.


Kasnevitz

transRügen - St.-Jacobi-Kirche in Kasnevitztrans

Kasnevitz - St.-Jacobi-Kirche (evangl.) *

Das Kirchenschiff, der Chor wurden in der 2. Hälfte des 14. Jahrh. im gotischen Stil erbaut.


Lancken Granitz

transRügen - St.-Andreas-Kirche in Lancken Granitztrans

Lancken Granitz - St.-Andreas-Kirche (evangl.) *

Der erste Kirchenbau geht auf die Mitte des 13. Jahrh. zurück. Diese damals wahrscheinlich im Auftrag von Borante dem III., aus einer mächtigen adligen Grundherrenfamilie Rügens, die sich ab Ende des 13. Jahrh. nach einem ihrer Stammsitze - von Putbus - nennt und die heute als Seitenlinie des 1325 ausgestorbenen rügenschen Fürstengeschlechts gilt, gebaute Kirche ist nicht mehr existent.

Die heutige Kirche mit Chor und Kirchenschiff mit Kreuzrippengewölbe entstand um Mitte des 15. Jahrh. aus Findlingen, Back- und Feldsteinen im gotischen Baustil. Wenig später um 1500 folgte der Kirchturm.